Freiheit ...
... verstehen wir als das Recht, die Möglichkeit und die Verpflichtung des Menschen zur Selbstbestimmung und zum Ausdruck seines freien Willens.
Freiheit ist die Fähigkeit zur Entscheidung, sie ist Gegenteil von Gefangenschaft und kann auch "Einsicht in die Notwendigkeit" sein.
Wir fühlen uns in der Tradition der Studentenverbindungen, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts Kämpfer und Wegbereiter für Freiheit, Recht und Einheit unserer Nation waren und deren Geist in unserem Staatswesen noch heute fortlebt. Daher treten wir mit Überzeugung für die freiheitliche und rechtsstaatliche Ordnung unserer Bundesrepublik Deutschland ein.
Selbst verfolgen wir keine politischen, rassischen oder religiösen Ziele, aber wir verachten und wir wehren uns gegen jeglichen Totalitarismus und Extremismus komme er von Links, Rechts oder von sonstwie politisch, religiös, rassistisch oder nationalistisch Verblendeten - sie sind der Feind der Freiheit.
Freundschaft ...
... ist der starke Ausdruck zwischenmenschlichen Vertrauens und Sympathie.
Freundschaft überwindet die Barrieren unterschiedlicher Lebenssituationen, Religion und Herkunft. Freundschaft hebt Einsamkeit auf und wächst mit dem Gefühl der Verantwortung für den Anderen.
Ziel aller Bundesbrüder unserer Verbindung ist es, freundschaftlichen Umgang miteinander zu pflegen. Er drückt sich aus in Vertrauen und Offenheit, Lust auf Austausch und Interesse am Anderen, Ehrlichkeit und Respekt, Überschneidung in Weltanschauung und Werten, Anziehungskraft und Verlässlichkeit, gemeinsamen Erlebnissen und Tragfähigkeit in schwierigen Situationen.
Oft werden aus Bundesbrüdern Freunde für das ganze Leben.
Vaterland ...
... wir bekennen uns zu unserer Nation und zu ihren Wurzeln in jahrhundertealter Geschichte.
Wir empfinden Vaterlandsliebe als rechtschaffenen Ausdruck tiefer Verbundenheit zu unserer eigentümlichen Heimat, Kultur und Sprache. Wir sehen unsere Vorstellung von Patriotismus wurzeln in der französischen Revolution mit ihren liberalen und demokratischen Idealen "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit".
Patriotismus war in Deutschland bis zur Märzrevolution 1848 getragen von dem Wunsch nach nationaler Einheit und der Überwindung alles Trennenden auf dem Gebiet des Deutschen Bundes. Hoffmann von Fallerslebens "Deutschland, Deutschland über alles" ist durchdrungen von diesem Wunsch, sein Ruf nach "Einigkeit und Recht und Freiheit" ist nicht umsonst heute Hymne unserer Nation.
Diesen ursprünglichen Sinn tragen wir in unseren Herzen. Wir haben ihn nie opportunistisch aufgegeben oder feige versteckt, wie so viele unserer Zeitgenossen. Vielmehr haben wir uns stets offen dazu bekannt, auch während der Jahrzehnte der nun überwundenen deutschen Teilung.
Unser historisches Bewußtsein kennt sehr wohl die schrecklichen Folgen eines übersteigerten Nationalismus und Chauvinismus, d.h. dem Glauben an die Überlegenheit der eigenen Nation und der damit einhergehenden vermessenen Abwertung anderer Nationen, Völker, Kulturen, Rassen und Religionen.
Wir distanzieren uns von heutigen Erscheinungsformen eines falsch verstandenen, weltfremden und dumm-stolzen Nationalismus. Wir kennen unsere Verantwortung, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Wir sehen die Zukunft unserer Nation als gleichberechtigtes Mitglied in einem vereinten und starken "Europa der Vaterländer". Wir erstreben den Frieden und eine freiheitliche, gerechte Weltordnung. Wir öffenen uns dem Fremden und Neuen, aber vertrauen auch den Werten und Errungenschaften unserer abendländischen deutschen Kultur.
"Furchtlos und Treu" lautet unser Wahlspruch, denn so halten wir an diesen Ideen fest!