L! Hammonia - Marko Natangia
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Ehem. Königsberger Landsmannschaften
Haus der L! Marko Natangia

 

Marko Natangia – Wurzeln in Ostpreussen

 

Gründung

Marko Natangia war am 19. Februar 1879 von sechs Studenten der Medizin in Juditten bei Königsberg als Akademisch-Medizinischer Verein (AMV) gegründet worden. Er bekannte sich zu den Idealen "Freundschaft und Wissenschaft" und wählte zum Wahlspruch "naturam ducem sequamur“. Als Farben wählten sie „dunkelgrün-rot-gold“ zunächst nur als Bierzipfel getragen. 1888 wurden die Farben öffentlich als Couleur (Band) eingeführt und fortan eine grüne Samtmütze getragen.

Der Verein verpflichtete  seine Mitglieder zur unbedingten Satisfaktion und bekannte sich zum Maturitäts- und Fachprinzip. Nach Aufnahme von freundschaftlichen Beziehungen zu ähnlichen Vereinen in Greifswald und Breslau, begründete der Königsberger Verein 1882 den „Goslarer Kartellverband Naturwissenschaftlicher und Medizinischer Vereine an Deutschen Hochschulen“ mit und war 1909 der Vorort. Im Sommersemester 1908 entschied man sich auf das Fachprinzip zu verzichten und der „Akademisch-Medizinische Verein“ wurde in „Medizinisch-Naturwissenschaftlicher Verein“ umbenannt.

Landsmannschaft

Im Ersten Weltkrieg kamen fast alle Bundesbrüder zum Einsatz, zehn von ihnen fielen oder starben in den Kriegswirren. Dennoch wurde der Aktivenbetrieb während des Krieges aufrechterhalten. Die Auflösung des Goslarer Verbandes führte am 5. November 1921 zur Umwandlung des Vereins in die freie farbentragende Landsmannschaft Marko Natangia. Die schon vorher aufgenommenen Beziehungen zur Deutsche Landsmannschaft (DL) bewirkten im 1922 die Admission und Pfingsten 1923 die Reception in die DL. Die vier Receptions-Partien wurden mit den Landsmannschaften Prussia und Zollern, beides Königsberger- Verbindungen, geschlagen.

Blütezeit

Die Weiterentwicklung der jungen Lands- mannschaft verlief sehr erfolgreich. Bis Februar 1929 wurden 90, bis Anfang 1936 weitere fast 100 Füchse aktiv.

 

 

Marko Natangia – Wurzeln in Ostpreussen

 

Am 4. August 1930 wurde ein Freundschaftsverhältnis mit der Lands- mannschaft Zaringia zu Heidelberg (heute vereinigt mit L! Vandalia Breslau), an deren 50. Stiftungsfest begründet. Anläßlich des 53. Stiftungsfestes von Marko Natangia entstand am 27. Februar 1932 das Freund- schaftsverhältnis mit der Landsmannschaft Spandovia zu Berlin.

Einstweiliges Ende

Unter dem Machtanspruch des National- sozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) war die Landsmannschaft gezwungen, sich als Folge der Gleichschaltungsbestrebungen der Machthaber aufzulösen. Zum Generalconvent des 57. Stiftungsfestes im Februar 1936 stellte der Vorsitzende des Altherrenverbands (AHV) den Antrag auf Auflösung des AHV der Landsmannschaft Marko Natangia, welcher auch einstimmig angenommen wurde. Die Aktivitas schloß sich dem Vorgehen an. Alle immatrikulierten Aktiven und Inaktiven wurden schließlich automatisch nach Studienabschluß in die Altherrnschaft aufgenommen.

Neuanfang

Der Kontakt unter den Bundesbrüdern blieb aber auch über den Zweiten Weltkrieg hinaus erhalten. 28 Bundesbrüder der Marko Natangia fielen im Felde oder verloren ihr Leben als Folge des Krieges. Bereits im Februar 1946, zum 67. Stiftungsfest, fanden sich die Alten Herren, mit immerhin schon 30 Teilnehmern, zu ihrem ersten Nachkriegstreffen in Hamburg wieder zusammen. Ihre Zahl wuchs mit der Zeit auf rund 100 an, aber sie hatten ihr Haus, ihre Universitätsstadt und damit ihre studentische Heimat verloren. 

 

 


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